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Stuttgart 21 (Los 1A und Los 1B)

Foto: Außenaufnahme Baustelle Stuttgart 21: Gruppenbild mit 16 Personen vor der Tunnelbaumaschine
Daten und Fakten
Firma PORR Bau GmbH und PORR GmbH & Co. KGaA in Arbeitsgemeinschaft
Auftraggeber DB Netz AG, vertreten durch DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH
Stadt/Land Stuttgart - Deutschland
Projektart Tunnelbau
Bauzeit 08.2011 - 02.2019

Neues Hochgeschwindigkeitsnetz für Europa

Als Teil der 1.500 km langen „Magistrale für Europa“ wird die Neubaustrecke Stuttgart–Ulm erreicht. Nach Fertigstellung des Gesamtprojekts wird das Hochgeschwindigkeitsnetz Städte und Regionen mit insgesamt 34 Millionen Einwohnern und 16 Millionen Arbeitsplätzen in fünf Ländern verbinden. Direkt an dieser West-Ost-Achse, einer Verbindung der Metropolen Paris, Straßburg, München und Wien mit Bratislava und Budapest, liegen auch die deutschen Städte Stuttgart, Karlsruhe und Ulm. Die Strecke wird damit eine wichtige Stütze für die ökonomischen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen West- und Osteuropa bilden.

Im Zuge des Projekts werden nicht nur Schienenwege errichtet, es umfasst auch eine Vielzahl an Baumaßnahmen. Neben Ingenieurbauwerken und dem Neu- bzw. Umbau von Bahnhofsanlagen ist ein umfangreiches Städtebauprojekt mit einigen Hoch- und Tiefbauwerken geplant:

Los 1A
Der 9,05 km lange Fildertunnel besteht aus zwei parallel geführten Einspurröhren und verbindet den Südkopf des neuen Tiefbahnhofs in Stuttgart mit der Filderebene. Der Tunnel gliedert sich in drei Teile:

  • Der Obere Fildertunnel wird in TVM-Technologie mit Hilfe einer Schildmaschine im Multi-Mode aufgefahren.
  • Der Mittlere Fildertunnel wird auf einer Länge von 1,1 km den Oberen und den Unteren Bunten Mergel durchqueren und in NÖT-Bauweise (Neue Österreichische Tunnelbauweise) realisiert.
  • Der Untere Fildertunnel, mit einer Länge von 4,1 km, wird den anhydritführenden unausgelaugten Gipskeuper durchqueren. Dafür muss die eingesetzte TVM zu einer offenen Schildmaschine umgebaut werden.

Los 1B
Die Zuführung Ober-/Untertürkheim wird mit ihren zwei parallel geführten Einspurtunneln die Südausfahrt des neuen Tiefbahnhofs mit der bestehenden Strecke verbinden. Die PORR fährt hier ebenso in NÖT-Bauweise auf. Die Zuführung besteht aus einem Haupttunnel, der vom Verzweigungsbauwerk am nördlichen Ende des Unteren Fildertunnels in Richtung Osten bis zu den Verzweigungsbauwerken Wangen führt.

Kurz vor Wangen liegt der Zwischenangriff-Schacht Ulmer Straße, über den der Haupttunnel nach Westen und Osten bis zu den Verzweigungsbauwerken Wangen ausgebrochen wird. Von Wangen führt ein Ast in Richtung Norden, wo er nach etwa 1 km die offene Bauweise der Baugrube Untertürkheim erreicht. Ein zweiter Ast führt von der Verzweigung Wangen nach Südost und endet nach knapp 1,4 km in der Baugrube Obertürkheim.

In den letzten Tagen gab es Probleme mit der IT-Infrastruktur der PORR. Ihre Ansprechpartner sind fast vollständig wieder erreichbar. Sollte es dennoch zu einer Beeinträchtigung kommen, wenden Sie sich bitte an den Empfang unter der Nummer +43 50 626 0.