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Heizkraftwerk Marzahn

Daten und Fakten
Firma PORR GmbH & Co. KGaA
Auftraggeber Siemens Energy
Stadt/Land Berlin - Deutschland
Projektart Kraftwerksbau, Ingenieurbau, Spezialtiefbau
Bauzeit 09.2017 - 07.2020

Wärme und Energie für die Zukunft

Das HKW Marzahn soll zukünftig 150.000 Haushalte mit Fernwärme und Strom versorgen und zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen.

Die PORR erhielt den Auftrag für die Hauptbauarbeiten für das Kraftwerk und die Errichtung von vier schlüsselfertigen Versorgungsgebäuden. Dazu zählten der Erdbau, mehrere Versorgungsleitungen, die Fundamente für den so genannten Power Block, zwei 45 m hohe Treppentürme, zwei Turbinentische, ein Schaltanlagengebäude, weitere Nebengebäude und der Straßenbau.

Ebenso verantwortete die PORR die Planung und die schlüsselfertige Ausführung eines Blockwartengebäudes, eines Verwaltungsgebäudes mit Büro- und Schulungsräumen, zwei Serverräumen, einem Erste-Hilfe-Raum, einer Großküche und Cafeteria. Im Lager- und Werkstattgebäude werden die Ersatzteile verwaltet, Anlagenteile gewartet und Gefahrstoffe gelagert. Dafür wurde in der Maschinenhalle ein Kran installiert. Beim vierten Gebäude handelt es sich um eine Garage für Betriebsfahrzeuge.

Feine Abstimmung.

Das Herzstück der gesamten Anlage ist der Power Block. Darin sind die beiden Maschinenhäuser für die Turbinen, zwei Trafogebäude, das Kesselhaus, das Speisewasserpumpenhaus und das Schaltanlagengebäude untergebracht. Aufgrund des ambitionierten Zeitplans, der baubegleitenden Planung und der zahlreichen, gleichzeitig arbeitenden Nachunternehmen in diesem Bereich stellte die Ausführung von Anfang an eine große logistische Herausforderung dar.

Komplexer Turbinentisch.

Neben der Baulogistik entpuppte sich vor allem der Turbinentisch der Dampfturbine als Herausforderung. Aufgelagert auf sechs Schwingungsdämpfern in 15 m Höhe bildet er den Stützkörper für die Turbine und den zugehörigen Generator. Für die Betonage wurde zwischen der Stützen-Riegelkonstruktion ein Lehrgerüst aufgebaut. Der hohe Bewehrungsgrad und die Einbautoleranzen von 10 mm für Schalung und Einbauteile erforderten höchste Konzentration beim Einbringen der Bewehrung.

Aufgrund der hohen Anforderungen an die Druckfestigkeit wurde eine eigene Betonrezeptur entwickelt, die vorab in Testreihen geprüft und während der Betonage und der anschließenden Hydratation mit Temperatursensoren überwacht wurde.

Hohe Anforderungen an die TGA

Die hohen technischen Anforderungen an die TGA-Ausstattung der Gebäude sehen redundante Systeme für Lüftung, Heizung, Klima und Beleuchtung in allen wesentlichen Betriebsbereichen vor. Eine Batterieanlage sorgt dabei in jedem Gebäude für die Aufrechterhaltung der Energie im Notfall und überbrückt die Zeit bis zum Start der Notstromaggregate. Zudem weisen alle Gebäude zusätzliche Anforderungen im Bereich des Brandschutzes auf. Eine Vielzahl von Brandabschnitten, automatische Löschanlagen, zusätzliche Entrauchungen und Brandmeldeanlagen unterstützen bei Bedarf das Personal vor Ort.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in der World of PORR.