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Gründung

Sacrow - Deutschland
Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals

Sacrow, Deutschland / 02.2016 - 06.2016

Im Rahmen des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 17 wird die Wasserstraßenverbindung Hannover–Magdeburg–Berlin ausgebaut. Bestandteil der Maßnahme ist der Ausbau des Sacrow-Paretzer-Kanals (SPK) sowie des Mündungsbereichs des Havelkanals (HvK). PORR Spezialtiefbau wurde mit den Verpressankerarbeiten für eine neue Wartestelle am Ostufer des Havelkanals beauftragt.

Foto: Die Spundwand am Sacrow-Paretzer-Kanal ist bereits auf der linken Kanalseite angebracht. Mit einer Maschinen werden nun die Anker hergestellt.
© PORR

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Spezialtiefbau GmbH

Projektart

Gründung

Bauzeit

02.2016 - 06.2016

Auftraggeber
WNA Berlin / ARGE Sacrow-Paretzer-Kanal Los 2

Verpressanker für eine Wartestelle am Havelkanal

Ausbau der Wasserstraßeninfrastruktur

Die Wasserstraßenabschnitte des Sacrow-Paretzer-Kanals und des Havelkanals werden an die Anforderungen der Wasserstraßenklasse Vb angepasst. Zur Maßnahme gehört die Herstellung einer Wartestelle am Ostufer des Havelkanals im Bereich von HvK-km 33,96 bis 34,18. Die Konstruktion wurde in rückverankerter Spundwandbauweise ausgeführt.

Verpressanker für die Rückverankerung der Spundwand

Für die Rückverankerung der Spundwand wurden insgesamt 104 Dauerlitzenanker hergestellt. Die Anker wurden als 4-Litzen-Anker nach der Zulassung Z-34.11-224 Stump-Kompaktanker für Fels und Boden ausgeführt und erreichten Längen von bis zu 30,5 m. Die Verankerung bildet einen Bestandteil der Ufersicherungs- und Spundwandkonstruktion der Wartestelle.

Eignungsprüfung der Bauwerksanker

Vor Beginn der Serienproduktion wurden drei Bauwerksanker als Eignungsanker hergestellt. Die Herstellung und Eignungsprüfung erfolgten unter Überwachung der Bundesanstalt für Wasserbau. Die gutachterliche Begleitung der Eignungsprüfung übernahm die Brandenburgische Technische Universität Cottbus.

Doppelkopf-Überlagerungsbohrverfahren

Die Baugrundverhältnisse erforderten die Wahl eines angepassten Bohrverfahrens. Aufgrund des wasserempfindlichen Geschiebemergels kam ein Doppelkopf-Überlagerungsbohrverfahren mit Innenspülung zum Einsatz. Das Innengestänge wurde mit einem Rückversatz von mindestens 30 cm zum Außenbohrrohr betrieben. Dadurch konnten Spülwasser und Bohrgut innerhalb des Außenbohrrohres abgeführt werden.

Arbeiten im sensiblen Baugrund

Die Herstellung der Anker erfolgte unter Berücksichtigung der Baugrundverhältnisse im Bereich der Wasserstraße. Die Wahl des Bohrverfahrens war auf die Eigenschaften des anstehenden Geschiebemergels abgestimmt. Die Arbeiten wurden im Zusammenhang mit der Herstellung der rückverankerten Spundwand für die neue Wartestelle ausgeführt.

Bestandteil des Ausbaus des Sacrow-Paretzer-Kanals

Mit der Herstellung der Dauerlitzenanker wurden die Voraussetzungen für die Rückverankerung der Spundwandkonstruktion geschaffen. Die Arbeiten sind Teil des Ausbaus der Wasserstraßenverbindung im Bereich des Sacrow-Paretzer-Kanals und des Havelkanals.