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Pumpspeicherkraftwerk Forbach: Vorbereitungen für den Tunnelvortrieb laufen nach Plan

Das Rudolf-Fettweis-Werk im Murgtal wird bis 2027 von einem Speicher- und Laufwasserkraftwerk in ein Pumpspeicherkraftwerk umgebaut – ein Meilenstein im Energieumbau. Das Team des PORR Tunnelbaus ist unter anderem mit dem Rohbau von Kraftwerkskaverne und Kavernenwasserspeicher, der Herstellung diverser Stollen und Druckschächte sowie den Spezialtiefbauarbeiten beauftragt.

Das Rudolf-Fettweis-Werk im Murgtal wird bis 2027 von einem Speicher- und Laufwasserkraftwerk in ein Pumpspeicherkraftwerk umgebaut – ein Meilenstein im Energieumbau.

© PORR

Perfekte Vorbereitung der Vortriebsarbeiten ist ein absolutes Muss

Für den Auftraggeber EnBW steht die Terminsicherheit ganz oben auf der Prioritätenliste. Damit die bergmännischen Arbeiten pünktlich beginnen, sind einige Herausforderungen zu bewältigen. PORR Projektleiter Torsten Schmuck: „Wir müssen bis zu vier parallele Vortriebsarbeiten in einem komplexen Stollen-, Schächte- und Kavernensystem planen und organisieren. Auch die Arbeitssicherheit hat einen hohen Stellenwert. Daher bauen wir mit unserem eigenen Baustellenpersonal eine Rettungswehr auf, die im Gefahrenfall im Berg sicher und schnell agiert. Mit einem erheblichen Aufwand sind darüber hinaus die Genehmigungen für Wohn- und Sprengmittellager sowie wasserrechtliche Genehmigungen verbunden.“ 

Schutz von Mensch und Natur hat bei allen Arbeiten Vorrang

Auf den fünf Baufeldern liegt der Schwerpunkt der Arbeiten auf der Baustelleneinrichtung und der Herstellung der Stolleneinschnitte. Mithilfe von Baggern wird im Voreinschnitt hierfür das Lockergestein gelöst, anschließend werden die im Fels liegenden Bereiche durch Lockersprengungen abgebrochen. Am Werksgelände (Baufeld 1) sichert die PORR einen Hang unter der vorbeiführenden Bundesstraße B462 mit Spritzbeton und Bodennägeln. Von dieser Baustelle aus wird der Hauptzufahrtsstollens zur Kaverne hergestellt. In den Hangbereichen nördlich und südlich des Schutterstollens (Baufeld 2) werden Fangnetze und Fangzäune zur Felssicherung montiert. Durch diesen Stollen wird später das Material, das bei den Arbeiten im Berg anfällt, abtransportiert. Lärmschutzwände sollen die Belastungen für die Anlieger möglichst gering halten.

Die erforderlichen Rodungen an den beiden Zugangsstollen Murgwerk (Baufeld 4) und Schwarzenbachwerk (Baufeld 5) waren bereits in der Winterperiode erfolgt, so dass hier in Kürze die Aushub- und Sicherungsarbeiten beginnen. Zum Schutz von Flora und Fauna wurden sie von der ökologischen Bauaufsicht begleitet. „Die Lage im oberen Murgtal inmitten dieser einzigartigen und schützenswerten Schwarzwaldregion verlangt, dass die Auswirkungen auf Umwelt und Natur, insbesondere auch den Fluss Murg, auf ein Minimum beschränkt werden“, erklärt Schmuck.

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