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KKW Biblis, LAW 2

Foto: KKW-Biblis, LAW-2: Bauablauf der Bodenverbesserungsmaßnahmen
Daten und Fakten
Firma Stump Spezialtiefbau GmbH
Auftraggeber PORR GmbH & Co. KGaA
Stadt/Land Biblis - Deutschland
Projektart Spezialtiefbau
Bauzeit 11.2016 - 02.2017

Herstellung eines Abfalllagers zur Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle im KKW-Biblis

Im Zuge des Rückbaus des Kernkraftwerks in Biblis ist die Herstellung eines Abfalllagers zur Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle und Reststoffe erforderlich. Die Firma Stump Spezialtiefbau GmbH wurde mit der Herstellung von 38 Großbohrpfählen DN1000 mm sowie der Durchführung der Bodenverbesserungsmaßnahmen beauftragt.

Südlich des geplanten Bauwerks war eine Stützwand mit 14,20 m langen Großbohrpfählen zu errichten. Die Bohrarbeiten erfolgten mit einem Drehbohrgerät BG28 im Kellybohrverfahren. Bedingt durch die Grundwasserverhältnisse erfolgte die Herstellung der Großbohrpfähle unter Wasserauflast im sogenannten Kontraktorverfahren.

Da das Baufeld des geplanten Abfalllagers aufgeschüttet ist, musste der Baugrund vor Beginn der Bauarbeiten verbessert werden. Demzufolge wurden auf einem ca. 4000 m² großen Baufeld 1.243 Stk. Betonsäulen DN510 mm mit dem Vollverdrängungssystem FDP hergestellt. 

Die Betonsäulen mussten mindestens 1 m in den tragfähigen Baugrund einbinden. Der Nachweis des Antreffens des erforderlichen Traghorizontes wurde bei jedem Pfahl durch die Gerätaufzeichnungen während des Bohrvorgangs ermittelt. So konnte die Pfahllänge optimiert werden. Die mittlere Länge der Betonsäulen betrug ca. 7,50 m.

Bei der Herstellung der Vollverdrängungsbetonsäulen waren gleichzeitig zwei Bohrgeräte BG28 und BG36 im Einsatz. Die Betonförderung erfolgte mittels zweier Mastpumpen. Die gesamte Dauer der Bodenverbesserungsmaßnahmen betrug fünf Wochen.