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Lückenschluss U5 und Ausbau der Station „Rotes Rathaus“

Im unteren Bildteil ist die Baustelle des U-Bahnhofes zusehen. Die Stützenköpfe in Pilzform entstehen. Darüber liegt die Rathausstraße mit dem Roten Rathaus.
Daten und Fakten
Firma PORR GmbH & Co. KGaA
AuftraggeberBVG vertreten durch die PRG U5
Stadt/LandBerlin - Deutschland
Projektart Bahnbau, Spezialtiefbau
Bauzeit04.2016 - 12.2019

Freie Fahrt in Berlin-Mitte

Im Rahmen des Projekts „Lückenschluss U5“ sanierte die PORR einen viergleisigen Tunnelabschnitt und erweiterte den U-Bahnhof „Rotes Rathaus“. Mit dem „Lückenschluss U5“ verlängerte die PORR die bisherige U-Bahnlinie 5 vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor und führt sie mit der U55 zusammen. Schon zwischen 2013 und 2016 hatte die PORR die Baugrube, den Anschluss an den fast 100 Jahre alten Bestand und den Rohbau des zukünftigen Bahnhofs „Rotes Rathaus“ für die Berliner Verkehrsbetriebe BVG errichtet. Im April 2016 wurde sie dann auch mit der Generalsanierung des viergleisigen Streckentunnels unter der Rathausstraße und im Februar 2017 mit dem Ausbau des dreigeschossigen U-Bahnhofs „Rotes Rathaus“ beauftragt.

Tunnel-Sanierung

Das Tunnelbauwerk ist rund 15 m breit, zwischen 4,70 m und 8,90 m hoch und hat eine Länge von etwa 350 m. Die Oberkante verläuft im Schnitt etwa 3,5 m unter der Straßenebene. Damit ist das Bauwerk fast komplett im Grundwasser eingebettet. Herausfordernd waren vor allem die komplexe Logistik und die Verhinderung von Auftrieb durch das Grundwasser, um Querschnittschwächungen zu vermeiden.

Tunnel-Entkernung

Für die Logistik des teilweise in Betrieb befindlichen Tunnels im Stadtzentrum hat die PORR zwei überdachte Logistiköffnungen mit Kranbetrieb errichtet. So konnten die Großgeräte und das Material - unabhängig vom U-Bahn-Betrieb angeliefert werden. Den in Betrieb befindlichen Bereich der U-Bahn hat die PORR vom Baustellenbereich räumlich getrennt: mit einem selbst geplanten System aus umbaubaren, staubdichten Längstrennwänden.

Eine Tunnelentkernung verringert das Gewicht und stört das statische System. Durch die Gewichtsminderung und der Lage im Grundwasser kann Auftrieb am Tunnelbauwerk entstehen. Solche Querschnittschwächungen erhöhen die Gefahr von Rissen und Wassereintritten. Um das Risiko zu reduzieren, setzte die PORR auf kontrolliertes Ballastieren von Tunnelabschnitten und auf den Einsatz von druckgesteuerten Pressen beim Einbau neuer oder zusätzlicher Stützen. Die Sanierung erfolgte nur in Abschnittsbreiten von 1,5 m im Pilgerschrittverfahren und wurde durch ein Vermessungsmonitoring überwacht.

Bahnhofs-Ausbau

Leicht zeitversetzt hat die PORR im benachbarten Baulos mit dem Ausbau des Bahnhofs „Rotes Rathaus“ begonnen. Geplant vom Büro Collignon Architektur und Design, beeindruckt der neue Bahnhof mit seinen außergewöhnlichen Pilzkopfstützen und den mit hellen und dunklen Terrazzoplatten bekleideten Wänden. Die verglasten Zwischenebenen sorgen für Transparenz und verbinden die beiden oberen öffentlichen Ebenen.

Der Ausbau umfasste sowohl die öffentlichen als auch die nicht öffentlichen Bereiche des Bahnhofs in den Ebenen -1 bis -3. Dazu zählen neben den klassischen Gewerken wie Glas-, Tischler-, Metallbau-, Putz- und Fliesenarbeiten auch die Errichtung von technischen Anlagen für die Aufzüge, die Raumluft, die Gebäudeautomation, Sanitär, die Brandbekämpfung und den U-Bahnfahrbetrieb.

Weitere Informationen zum Projekt in der World of PORR https://worldofporr.com/de/1752020/lueckenschluss-u5-berlin/

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