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Baugrube für Sächsische Aufbaubank

Foto: Die Baugrube in der Leipziger Innenstadt, umgeben von mehrstöckigen Häusern aus der Luft. Zahlreiche Groß- und Kleingeräte sind mit der Gründung und Vorbereitung der Baugrube beschäftigt.
Daten und Fakten
Firma FRANKI Grundbau GmbH & Co. KG
AuftraggeberARGE Baugrube Büroneubau der SAB
Stadt/LandLeipzig - Deutschland
Projektart Spezialtiefbau

Komplette Baugrube für Sächsische Aufbaubank in Leipzig

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) verlagert ihren bisherigen Hauptsitz von Dresden nach Leipzig. In unmittelbarer Nähe zum Leipziger Hauptbahnhof, zwischen zwei großen Hotels gelegen, entsteht auf einer Grundfläche von rund 10.000 m² der Neubau eines Büro- und Geschäftsgebäudes inklusive einer Tiefgarage mit etwa 175 Stellplätzen.

Für das komplexe Bauvorhaben bildete FRANKI mit der Günter Papenburg Verkehrswegebau GmbH eine Arbeitsgemeinschaft. GPV ist dabei verantwortlich für die Kampfmittelsondierung, die Erdarbeiten und die Wasserhaltung, FRANKI hingegen für die Durchführung der Räumungsbohrungen und die Herstellung der Baugrubenumschließung. Unser Tochterunternehmen isg führte die Werk- und Montageplanung durch, bei der die ursprünglich ausgeschriebene etwa 1 m starke Dichtwand zwecks Kostenminimierung auf eine Wandstärke von 0,8 m umgeplant werden konnte.

Die knapp 7 m tiefe wasserdichte Baugrube soll in Form einer etwa 30 m tiefen Dichtwand mit eingestellten Spundwänden, die in den örtlichen Muschelkalk einbinden soll, ausgeführt werden. In Tiefen zwischen 11 und 16 m stehen in unterschiedlichen Mächtigkeiten und Tiefen Quarzitschichten an. Diese müssen durch Räumungsbohrungen im Verlauf der Dichtwandtrasse beseitigt werden. Hierfür wurde die Trassenräumung mit überschnittenen Bohrungen d = 1,5 m bis in eine Tiefe von 19 m durch den Bauherrn ausgeschrieben.

Die Arbeiten wurden durch die Kontamination des Grundwassers und den extrem abrasiven und sehr inhomogen Quarzit erschwert und zogen einen hohen Verschleiß des eingesetzten Bohrwerkzeugs mit sich. Große Herausforderungen stellten auch die großen Bohrdurchmesser und das Kohlevorkommen in einzelnen Bereichen dar. Aufgrund des engen Zeitfensters und infolge der genannten Herausforderungen wurden die Räumungsbohrungen mit vier Drehbohrgeräten und die Dichtwandarbeiten mit drei Seilbaggern durchgeführt. Parallel dazu erfolgte neben den Anker- und Erdarbeiten der Abbruch eines ca. 5.000 m² großen Bestandsgebäudes. Das innerstädtische Projekt stellt aufgrund der Arbeiten mit mehreren Großgeräten und einer großdimensionierten Wasseraufbereitungsanlage eine logistische Herausforderung für alle Beteiligten dar. An dieser Stelle danken wir allen am Projekt Beteiligten für die gute Zusammenarbeit, allen voran unseren Mitarbeitern auf der Baustelle.

Leistungen:

  • 12.000 m² Dichtwand, d = 80 cm, t ≤ 30 m
  • 400 Räumungsbohrungen, d = 150 cm, t ≤ 19 m
  • 4.000 m² Spundwand, L ≤ 11,70 m
  • 144 temporäre Litzenanker, Zk ≤ 590 kN, L ≤ 20,5 m