Zum Inhalt springen

A1, Neubau Rheinbrücke Leverkusen und Rampe K35

Rendering: Rheinbrücke mit fließendem Verkehr, kleines Containerschiff auf dem Wasser, rechts oben Felder und Wälder, links unten Ufer
Daten und Fakten
Firma PORR GmbH & Co. KGaA
AuftraggeberLandesbetrieb Straßenbau NRW
Stadt/LandKöln - Deutschland
Projektart Brückenbau
Bauzeit01.2018 - 01.2026

Zukunftsfitte Verbindung über den Rhein.

120.000 Fahrzeuge rollen täglich über die sechs Fahrstreifen der Rheinbrücke Leverkusen. Damit ist diese eine der meistbefahrenen Autobahnbrücken Deutschlands. Nicht zuletzt deswegen ist die 50 Jahre alte Brücke an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. 2017 erhielt die PORR den mit 360 Millionen Euro dotierten Auftrag für den Bau der notwendig gewordenen neuen Brücke. Und kann dabei mit ihrem Know-how im Ingenieur-, Grund- und Erdbau sowie in der Umwelttechnik überzeugen.

Der Neubau ist ein umfassendes Projekt. Wir müssen die bestehende Brücke abreißen und zwei baulich voneinander getrennte Rheinbrücken neu errichten. Teil des neuen Infrastrukturprojekts sind außerdem der achtspurige Ausbau der A1 zwischen der AS Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz (AK) Leverkusen-West, der Umbau des AK Leverkusen-West sowie Anpassungen im Bereich der AS Köln-Niehl.


Beton und Stahl.

Im Zuge der Arbeiten entstehen drei neue Brücken: die Vorland- und die Strombrücke sowie die Brücke für die Rampe der Verteilerfahrbahn-Leverkusen, kurz VF-LEV.

Die Vorlandbrücke überführt die A1 über das Rheinvorland, die Merkenicher Hauptstraße und den Kasselberger Weg, wobei je Überbau Durchlaufträger über sechs Felder und eine Spannbetonkonstruktion vorgesehen sind.

  • Stützweiten in Achse: 53,50 + 4 x 68,00 + 51,45 m
  • Gesamtstützweite: 376,95 m
  • Brückenfläche: 11.067,3 m²
  • Breite zwischen den Geländern: 29,36 m (FR Trier und FR Dortmund)
  • Beton: ca. 16.629 m³ (FR Trier) und ca. 16.631 m³ (FR Dortmund)
  • Betonstahl: ca. 2.535,5 t (FR Trier und FR Dortmund)
  • Spannstahl: ca. 525 t (FR Trier und FR Dortmund)


Die Strombrücke überführt die A1 über das Rheinvorland, den Rhein, die A59, die Verteilerfahrbahnen der A59 und den Radweg im rechtsrheinischen Vorland. Im Unterschied zur Vorlandbrücke umfassen die Durchlaufträger je Überbau sieben Felder. Wir setzen hier auf eine Stahl- bzw. Stahlverbundkonstruktion in Kombination mit einem seilverspanntem Tragwerk mit A-Pylonen auf beiden Seiten des Rheins.

  • Stützweiten in Achse: 60,00 + 2x 74,00 + 280,00 + 2x 74,00 + 52,70 m
  • Gesamtstützweite: 688,70 m
  • Breite zwischen den Geländern: 29,36 bis 35,66 m (FR Trier) und 29,36 bis 33,65 m (FR Dortmund)
  • Brückenfläche: 23.169,9 m² (FR Trier) und 23.079,3 m² (FR Dortmund)
  • Beton: ca. 20.359 m³ (FR Trier) und ca. 20.164 m³ (FR Dortmund)
  • Betonstahl: ca. 3.055 t (FR Trier) und ca. 3.008 t (FR Dortmund)

 

Die Brücke für die Rampe der VF-LEV überführt eine Verteilerfahrbahn der A59 über andere Verteilerfahrbahnen der A59. Diese Brücke bauen wir neu und das Bestandsbauwerk zurück (K35). Die Durchlaufträger umfassen hier 13 Felder. Beim Überbau setzen wir auf einen Stahlverbundquerschnitt mit einer schlaff bewehrten Stahlbetonfahrbahnplatte.

  • Stützweite in Brückenachse (im Bogenmaß): 351,40 m
  • Gesamtbreite: von 12,70 bis 15,45 m
  • Beton: ca. 4.321 m³
  • Betonstahl: ca. 824 t

 

Fokus auf Zeitplan.

Die Arbeiten an der neuen Rheinbrücke begannen im Jänner 2018. Dabei war es jedoch erforderlich, den ursprünglichen Zeitplan mit der geplanten Fertigstellung des ersten Brückenteils im November 2021 anzupassen. Grund dafür war unter anderem die erschwerte Kampfmittelsondierung, die bei der Baufeldfreigabe zu Verzögerungen von zwei Jahren führte. In der Zwischenzeit konnten wir aber bereits wieder ein Jahr aufholen. Und gemeinsam mit unseren Projektpartnerinnen und Projektpartnern liegt der Fokus nun darauf, dass es zu keinen weiteren Verzögerungen mehr kommt.